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WAZ, 2. Juni 1999
Musikverein feiert 135 Jahre
Gershwin beflügelt Chorsänger
Der Musikverein Witten feiert sein 135jähriges Bestehen. Eine solche Jahreszahl muss natürlich gebührend gefeiert werden und so lud der Musikverein zu einem Jubiläumskonzert in die Uni Witten. Auf dem Programm stand ein Gang durch die Chorliteratur: Opernchöre aus mehreren Jahrhunderten. Der Bogen spannt sich von Pier Fransesco Cavallis „La Calisto“ (1651) bis zu George Gershwins Oper „Porgy and Bess“, die 1935 in Boston uraufgeführt wurde. Dem Musikverein zur Seite steht zum einen das Collegium Instrumentale Witten, zum anderen Chorleiter Thomas Sander, der die musikalischen Fäden engagiert in der Hand hält.
Der erste Teil zeigt zunächst noch zu deutlich, dass es dem Collegium an der nötigen Virtuosität fehlt um die Ouvertüre zu Händels „Giulio Cesare“ oder gar zu Mozarts „Entführung aus dem Serail“ zu bewältigen. Und bei dem stimmlich dünnen „Hush no more“ aus „The Fairy Queen“ von Henry Purcell wird klar, was für dem Chor noch gut wäre: genügend Männerstimmen. Mit dem zweiten Teil gewinnt das Programm an Fahrt. Er beginnt bereits mit einer netten Idee: Um Stimmung zu einer Szene aus Donizettis „Lucia die Lammemorr“ zu erzeugen, treten die Choristen mit einem Sektglas in der Hand auf und verbreiten Partylaune.
Überhaupt wird dafür gesorgt, dass das Publikum sich in die jeweilige Situation der Chorszene einfinden kann: Thomas Sander kommentiert jedes Stück. Nach einem Repertoire-
Ruhrnachrichten, Dezember 1999
Musikverein bot Werke der Chorliteratur in der Franziskus-
Musiker glänzten bei Donizetti-
Heven (bol) -
Wichtig bei einem solch „opernnahen“ Oeuvre sind die Solisten. Aus einem noblen Quartett mit Susanna Andersson-