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Foto: RN Oktober 2000
Corinna Mölleney, Karin Geldsetzer,
Claudia Pössnitzer und Rosemarie Dienwiebel (v.l.)
WAZ,. Juni 2000
Musikverein glänzt mit seiner Matinee
Liebeslieder klingen durch alte Fabrikhalle
„Nun schürz dich, Gretlein“ oder „Der Spinnerin Lied“ sind ungewohnte Titel in der Werkstadt. Statt üblicher Rockmusik erklang Brahms, anstelle der Band sang ein Chor: Der Musikverein Witten stellte in einer Matinee ein abwechslungsreiches Programm vor.
Für das Konzert hatten sich die Sänger den Titel „Weiche Gräser im Revier“ ausgesucht. Sehr passend, denn dieser Liedtitel verbindet das Ruhrgebiets-
Die Sänger eröffneten mit einer ganz anderen Epoche: Johann Eccard, Hans Leo Haßler und Heinrich Isaac, drei Meister des Frühbarock, forderten dem Chor andere Fähigkeiten ab als romantische Chorlieder. Mit Schlichtheit und Präzision meisterte der Chor diese empfindlichen A-
Mit über 60 Sängern kann der Musikverein Witten über Mitglieder nicht klagen. Jung und Alt singen hier zusammen. Obwohl alle Laienmusiker sind, ist das Niveau hoch: Barbara Vockel, eine der Chor-
Der solistischen Einlage folgte ein (Chor-
Die restliche Zeit gehörte ganz allein Johannes Brahms -
Der Chor ist am 19. November mit dem „Stabat Mater“ von Haydn erneut zu hören.
Ruhrnachrichten, Oktober 2000
Chor setzt mit seinem neuen Logo auf Wiedererkennungswert
70 Sänger des Musikvereins bereiten sich mit Thomas Sander auf Konzert vor
Witten (bol) -
Rosemarie Dienwiebel, der Vorsitzenden des Vereins, ist die Idee gekommen, den Turm des Rathauses stilisiert als „i“ für beide untereinander montierten Worte des Namens einzusetzen.
„Wichtig ist dabei der Wiedererkennungswert“, meint Karin Geldsetzer, die beim Musikverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Daher soll das neue Logo zukünftig auf alle Plakate, Handzettel und Geschäftspapiere gedruckt werden. „Der Chor ist deutlich im Aufwind“, erklärt die Vorsitzende. Dies macht sie nicht zuletzt an der Tatsache fest, dass man mittlerweile auf über 70 Sänger angewachsen ist. Trotzdem sind auch zukünftig neue Sangesfreunde gern gesehene Gäste. Und dies gilt ganz besonders für die Tenor-
Das neue Logo ist in den kommenden Tagen überall in der Stadt zu sehen: auf den Plakaten zum Konzert am Sonntag, 19. November, in der Kreuzkirche. Dort führt der Musikverein unter anderem das „Stabat Mater“ von Joseph Haydn auf. Den Taktstock führt Chorleiter Thomas Sander.
„Dabei handelt es sich um ein oratorisches Werk von etwa einer Stunde Dauer. Wir werden die instrumental schlanker besetzte von zwei Fassungen aufführen", erläuterte Sander.
Neben dem Chor ist ein nobles Solistenquartett mit von der Partie. Sopranistin ist die in Witten von zahlreichen Auftritten bekannte junge Sängerin Dorothee Fries. Den Instrumentalpart hat das neuformierte Bochumer „Ensemble M 2000“ übernommen. Darin arbeiten Profis und versierte, engagierte Amateure zusammen.
Ruhrnachrichten, 21. November 2000
Musikverein trat in der Kreuzkirche auf
Chor zeigte sich von seiner besten Seite
Innenstadt (bol) -
Unerklärlich, warum diese hochwertige geistliche Komposition ein Dornröschendasein führt. Der alte Hymnus, den der Meister hier vertont, reflektiert die Empfindungen von Christi Mutter Maria unter dem Kreuz ihres Sohnes.
Der genannte Chor unter Thomas Sander zeigte sich dabei von bester Seite. Die Arbeit des Ruhrstädter Musikpädagogen scheint zum einen Früchte zu tragen. Auf der anderen Seite macht sich der Zustrom junger Stimmen, den der Musikverein in den vergangenen Monaten erfuhr, positiv bemerkbar.
Das Ergebnis: Glasklare Sopranstimmen, die auch schwindelnde Höhen mühelos meistern und eine lupenreine Intonation. Letztere war bei der Interpretation des oratorischen Haydn-
Zur gelungenen Aufführung der anspruchsvollen Musik gehörte ein solides Solistenensemble, und das, obwohl zwei der vier Musiker kurzfristig eingesprungen waren. Insbesondere Sopranistin Bettina Pahn vertrat die erkrankte Dorothee Fries mehr als gut. Die Sängerin mit dem schlichten, hellen Stimmtimbre legte große Virtuosität an den Tag, die sich mit einfühlsamer Gestaltung paarte. Johanna Schoppa (Alt), Christian Carrasco (Tenor) und Arndt Winkelmann (Bass) erfüllten ihre Aufgabe durchaus ansprechend, hatten jedoch phasenweise dynamische Probleme.
Interpretation überzeugt
Eine glänzende Visitenkarte gab das Bochumer „Ensemble M 2000“ beim Instrumentalpart des "Stabat Mater" ab. Zuvor hatte man die Besucher beim Concerto grosso op. 6, Nr. 6 von souveräner Spielkunst und stilgerechter Interpretation barocker Musik überzeugt.