Hauptmenü
WAZ Nummer 29 Dienstag 04. Februar 2003
Konzert versprüht barocke Lebensfreude
Musikverein meisterte Aufgaben mit Bravour -
Von Konstanze Führlbeck
„Auf, lern singen“ war das Motto des Konzerts des Musikvereins unter der Leitung von Thomas Sander am Samstagabend in der WerkStadt.
Barocke Daseinsfreude und Lebensbejahung prägten ein Programm, das sowohl Werke von Johann Sebastian Bach (1685-
Die musikalische Zeitreise begann im 21. Jahrhundert mit fünf Liedern nach Valentin Rathgebers barocker Textsammlung „Ohrenvergnügende(s) und gemüthsergötzende(s) Tafelkonfekt“, die der Kölner Professor Johannes Hömberg neu vertont hat. Hömberg komponierte diese Tafellieder in Anlehnung an barocke Kompositionsprinzipien wie Fortspinnungsmotivik und ostinate Begleitfiguren, denen Stilelemente aus der barocken Rhetorik authentischen Charakter geben. Neoklassizistische Anleihen finden sich in der Strophenform der Lieder. Sanders ausgewogenes und formbewusstes Dirigat hob die Leichtigkeit und Transparenz dieser Lieder hervor wie Dorothee Fries` helltimbrierter Lyrischer Sopran.
Auch Harald Genzmers in neoklassizistischer viersätziger Form gestaltete Sinfonietta von 1956, die sich durch eine bildlich-
Höhepunkt des Abends war Paul Hindemiths Kantate „Mahnung an die Jugend, sich der Musik zu befleißigen“, 1932 anlässlich des Plöner Musiktages nach Texten von Martin Agricola für das dortige Gymnasium komponiert. Einem höfisch-
Nach Arie und Kanon rezitierte Ekkehard Otto im Melodram die Geschichte des Mannes, der Dank seiner Harfenmusik von einem Wal vor seinen Feinden gerettet wird. Mit dem Schlusschor der Kantate beendeten Sander und der Musikverein vor einem begeisterten Publikum ihr Konzert.
WAZ Freitag 15. Februar 2003
Musikverein gibt Chorkonzert in Dresden
Zu einem Chorkonzert nach Dresden fuhr der Musikverein Witten, um im Plenarsaal des Rathauses noch einmal die Hindemith-
WAZ Nummer 238 Dienstag 14. Oktober 2003
Musikverein schafft durchsichtiges Klangbild
Händels Oratorium "Judas Maccabäus" aufgeführt
Von Markus Bruderreck
"Klagt, Söhne Judas, klagt um Zions Leid" singt das jüdische Volk zu Beginn von Händels Oratorium "Judas Maccabäus". Der Chor nimmt in diesem Werk eine bedeutende Position ein. Und am Sonntagabend war es der Musikverein, der diese Rolle souverän ausfüllte.
In der Kreuzkirche widmeten sich die Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Thomas Sander Händels großem, dreiteiligen Oratorium.
Das 1747 in London uraufgeführte Stück gehört zu den beliebtesten Chorwerken Händels und schildert den Freiheitskampf des jüdischen Volkes, wie ihn die BIbel und der Bericht des Geschichtsschreibers Flavius Josephus beschreiben. Den Israeliten wird nach dem Tod ihres Anführers Matathias von Gott ein neuer König geschenkt: Judas Maccabäus. Mit seinem Volk, dass ihn feiert, zieht er siegreich in die Schlachten und vermag am Ende Frieden zu stiften. Diese Huldigung war natürlich auf einen ganz anderen Herrscher gemünzt, den Händel verehrte: den Duke of Cumberland. Er kämpfte 1746 erfolgreich gegen die Schotten.Händels Oratorium enthält viel wunderbare Musik. Schön, dass der engagierte Musikverein zusammen mit dem jungen "Orchester M 2000" hier ein angenehmes, durchsichtiges Klangbild schafft. Eigentlich benötigt man für "Judas Maccabäus" acht Solisten. Wenn man die Sänger jedoch auslasten und Geld sparen möchte, muss man mehrfach besetzen, wie in der Kreuzkirche geschehen. Das Solistenensemble hinterließ ein recht positiven Eindruck. Allen voran steht hier der junge Tenor Mirko Roschkowski.
Zwar verfügt er nicht immer über die nötige Höhe für seine Partie. Und wie auch der Sopranistin Christine Alexander fehlt es ihm stellenweise an dem letzten Quentchen Sicherheit. Roschkowski macht das allerdings durch sein klares und zugleich weiches Timbre wieder wett: Eine schöne Stimme. Das Sängerquartett komplettieren Yoo-
RN Dienstag, 14.Oktober 2003
Händel-
Chor des Wittener Musikvereins und Orchester M 2000 bildeten einheitlichen Klangkörper
Mit Georg Friedrich Händels Oratorium "Judas Maccabäus" gab Thomas Sander, Leiter des Musikvereins Witten und Orchester M 2000, jetzt eine beeindruckende Vorstellung in der Evangelisch-
Das Werk Händels, komponiert für Soli, Chor und Orchester, erzählt den unablässigen Sieg Israels über seine Feinde, der sich auf den alttestamentarischen Glauben an Gottes Beistand und das Recht auf der eigenen Seite gründet. Ein historischer Stoff mit tagespolitischer Aktualität, wie Pfarrer Schorling in seiner kurzen Begrüßung hervorhob. Die Hauptquelle für das Libretto sind die zwei Bücher der Makkabäer in den Apogryphen, die über den religiösen und politischen Freiheitskampf der Juden berichten.
In Händels Vertonung ist die Atmosphäre des Theaters deutlich zu spüren. Eine wichtige Rolle spielt der Chor, der die Gefühle des Hörers teilt. Händel setzt den Chor als Repräsentanten des jüdischen Volkes ein. Das Volk ist der eigentliche Held des Geschehens, sein Kampf um Freiheit und der endliche Sieg stehen im Mittelpunkt. Subjektive Empfindungen treten gegenüber dem Gesamtempfinden zurück.Überraschend für das Publikum war sicherlich im dritten Teil des Oratoriums nach wenigen Takten des Chores für den zurückkehrenden Helden Judas Maccabäus ("Seht, er kommt, mit Preis gekrönt, fei`rt Posaunen den Empfang!") das bekannte Weihnachtslied "Tochter Zion" wiederzuerkennen. Diese bekannte Melodie Händels legt er dem Volk in verschiedenen Varianten in den Mund.
Überzeugend ausdrucksstark und zu keiner Minute farblos wirkte der Chor des Wittener Musikvereins. Thomas Sander schaffte es, dass auch die Innenstimmen nicht gegenüber dem sehr dominanten Sopran an Wirkkraft verloren. Beeindruckend ebenso die Solisten, konsequent auf vier mustergültige Stimmen komprimiert, wo man sonst sechs erwartet. Gerne hört man den differenziert auf die Rollen des Judas und Simon Maccabäus wie der beiden Israelitinnen eingehenden und in bester technischer Verfassung agierenden Stimmen von Christine Alexander (Sopran), Dagmar Linde (Alt), Mirko Roschkowski (Tenor) und Yoo-
Gut in Form auch das Kammer-
Susanne Slobodzian
RN 08.01.2007
Musikverein entführt nach Frankreich
INNENSTADT Weihnachtliche Musik im französischen Stil stand auf dem Programm des Wittener Musikvereins am Samstagabend in der Johanniskirche. Der Wittener Chor hatte sich mit der Kantorei Herdecke verstärkt, so dass die stattliche Anzahl von rund 70 Sängern für Klangfülle sorgte. Komplettiert wurde das Ensemble durch ein Solistenquintett. Mitglieder der Bochumer Symphoniker übernahmen den Orchesterpart.
Zu Beginn stand die "Messe brève Nr. 7 C-
Leistungssteigerung
Der Chor wird von Hermann Kruse geleitet und hat seitdem eine bemerkenswerte Leistungssteigerung erfahren. Zurückhaltend sein Dirigat, dafür sehr effektvoll. Die Sänger und Musiker folgtem ihn willig und wurden so zu einer eindrucksvollen musikalischen Leistung geführt.
Die "Aria in classic style" von Marcel Grandjany ist für Harfe und Streicher komponiert. Den Solopart hatte die Harfenistin Uta Deilmann übernommen und begann das Stück auch gleich mit einem großem Solo. Es folgte das "Ave Maria" von Gabriel Fauré für Sopran, Alt, Harfe und Orgel. Die Solistinnen Bettina Lecking (Sopran) und Elke Lingemann (Alt) begeisterten das Publikum mit ihrem ausgewogenen Gesang. Leider war die elektronische Orgel -
Erinnerung an Flamenco
Ihr großes Können als Harfenistin zeigte Uta Deilmann mit dem "Chanson de la nuit" von Carlos Salzedo (1885 -
Den Abschluss bildete das "Weihnachtsoratorium" von Camille Saint-
Beim Schlussgesang waren alle Beteiligten vereint und lassen dieses romantische Werk mit einem Halleluja ausklingen. Die Zuhörer in der gut besuchten Johanniskirche sparten nicht mit Beifall. -