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RN 21.06.2010
Chor überzeugte mit klaren Sopranen und Präsenz
Musikverein hatte nur wenige Zuhörer
Innenstadt * Die Konkurrenz war einfach zu groß. Fußball-
Die Reihenfolge der Musiken orientierte sich an der lithurgischen Folge einer katholischen Messe. So war denn auch die Missa brevis von Joseph Haydn das zentrale Werk. Sie wurde aber ergänzt und unterbrochen von anderen Kompositionen aus der Salzburger Zeit Mozarts und Haydns.
Der durch die „Kantorei Allerheiligste Dreifaltigkeit“ aus Wanne-
Das Orchester „Bochumer Barockensemble“ begleitete engagiert und musizierfreudig. Hier ist allerdings kritisch anzumerken, dass die Besetzung mit nur einem Musiker in den einzelnen Streicherstimmen zu dünn war.
Die Solistin des Abends war Kerstin Pohle (Sopran). Ihre strahlende, Raum füllende Stimme mit größter Leichtigkeit und Beweglichkeit in den Höhen kann problemlos dem Koloraturfach zugeordnet werden und erinnert an große Oper. Mozarts Kantate „Exsultate, jubilate“ geriet so zu einem gesanglichen Kunstgenuss.
Seite 2008 ist Joachim Gresch der neue Leiter des Musikvereins. Der Chor hat unter seiner Leitung an Qualität gewonnen. Er überraschet allerdings bei Mozarts getragenem „Ave verum corpus“ mit ungewohnt raschem Tempo. Die wenigen Zuschauer spendeten viel Beifall und wurden mit einer Zugabe aus Haydns „Schöpfung“ belohnt.
*Peter Tölke*

Der Chor überzeugte beim Weihnachtskonzert.
RN-
RN, 14. Dezember 2010
Pure Sangesfreude
Weihnachtskonzert des Musikvereins / Publikum stimmt ein
Witten. Vorfreude auf das Weihnachtsfest wollten die Sängerinnen und Sänger des Wittener Musikvereins den Zuhörern in der gut besetzten Johanniskirche vermitteln. Abseits vom Trubel des Weihnachtsmarktes fand sich im spärlich beleuchteten Kirchenraum ein Ort der inneren Einkehr und der Besinnung.
Zu Beginn des Konzertes wies Chorleiter Joachim Gresch auf die Wahl des 25. Dezember als Datum für das Weihnachtsfest hin. In der dunkelsten Zeit des Jahres bringt Jesus das neue Licht. Die musikalischen Darbietungen folgten der Zeitgeschichte und begannen mit dem gregorianischen Gesang „Rorate caeli desuper“ (Erflehet vom Höchsten den Himmel), von Joachim Gresch in volltönendem Bariton vorgetragen. Es folgten bekannte weihnachtliche Gesänge aus dem 16. und 17. Jahrhundert (Ein Kindlein ist uns heut geborn, Maria durch ein´ Dornwald ging). Der Chor sang klangvoll und bot eine ansprechende Leistung. Allerdings würden zusätzliche Männerstimmen die Ausgewogenheit der einzelnen Stimmlagen wesentlich verbessern. Die Chorsängerinnen Corinna Mölleney und Ulrike Rubens überzeugten mit gelungenen solistischen Einlagen (Joseph, lieber Joseph mein). Bei den Liedern „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Ich steh an Deiner Krippen hier“ wurde das Publikum gesanglich einbezogen. Zwischen den Liedern und Gesängen trug Burkhard Huwald weihnachtliche Geschichten und Rezitative vor. Oft blitzte dann hintergründiger Humor. Den Zuhörern gefiel besonders die heitere Erzählung „Epiphaniafest“ von Goethe. Der jungen Oboist Benjamin Völke, der zusammen mit Hermann Kruse am Klavier kleine instrumentale Einlagen vortrug (Fantasie über „Alle Jahre wieder“), überzeugte. Der schlanke und silbrige Ton seines Instrumentes fand besonderen Anklang.
Rhythmische Raffinesse
Im zweiten Teil wurden Stücke aus der klassischen Salzburger Zeit bis zur Moderne vorgetragen. Bei den Liedern „Stille Nacht“ und „ Oh, du fröhliche“ stimmten wieder alle Besucher ein. Der 1945 entstandene Chorsatz „Der Stern zu Bethlehem“ von John Rutter ist von rhythmischen Raffinessen geprägt. Hier bewies der Chor besondere Leichtigkeit und Sangesfreude. Zum Abschluss trug Burkhard Huwald die Weihnachtsgeschichte vor und entließ die Zuhörer in eine besinnliche Zeit.
Peter Tölke